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Wenn Du Dich für einen Job oder Ausbildungsplatz bewirbst, entscheidet die Papierform, bevor Du Deine Stärken zeigen kannst. Also mach das Papier zu Deiner Stärke. Hier findest Du jede Menge Tipps für eine Profi-Bewerbung.

Inhaltsverzeichnis

  • Die schriftliche Bewerbung
    • Das Anschreiben
    • Der Lebenslauf
    • Die Bewerbungsmappe
    • Die Initiativ-Bewerbung
  • Die Online-Bewerbung
  • Das Bewerbungsfoto
  • Das Vorstellungsgespräch
    • Die Vorbereitung
    • Das Gespräch
    • Fragen und Antworten
    • Die Nachbereitung
  • Checklisten
  • Selbst-Tests

Die Schriftliche Bewerbung

1. Das Anschreiben

Einer der bedeutendsten Bestandteile einer Bewerbungsmappe ist das Anschreiben. Es ist Deine erste Chance, sich erfolgreich in Deinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb vorzustellen. Um ein optimales Anschreiben zu verfassen, musst Du zahlreiche Punkte beachten.

Die nachfolgenden beiden Mustertexte zeigen Dir, wie ein optimales Bewerbungsschreiben gestaltet sein sollte. Anhand der Checklisten kannst Du noch einmal überprüfen, ob Deine Bewerbung alle wichtigen Voraussetzungen dafür erfüllt.

Unser Tipp: Schick niemals ein Anschreiben ab, das nicht von Dir und von einer zweiten Person noch einmal gecheckt wurde, ob alles richtig ist. Prüf auch, ob das Datum stimmt und unterschreibe den Brief. Das Anschreiben legst Du lose zwischen den Umschlag und das erste eingeheftete Dokument, Deinen Lebenslauf.

 

Mustertexte zum Download:

Kommentar zu den Mustertexten: Das optimale Bewerbungsschreiben

Hier erklären wir, warum das Anschreiben so aussehen sollte wie in den Mustertexten. So kannst Du Dir Dein eigenes Anschreiben „basteln“.

Struktur des Bewerbungsschreibens

Absender/ Adresse Datum
AnschriftFirma
Mustermann GmbH
Herr Werner Müller (oder Abteilung)
Beim Weiher 14
20097 Hamburg
BetreffBewerbung als ... / Bezug auf die Ausschreibung (z.B. Märkische Zeitung mit Datum oder Jobbörse)
Anrede- Sehr geehrter Herr Müller,
- Sehr geehrte Damen und Herren,
- Guten Tag,
InhaltWer bin ich und was kann ich?
Schule, Arbeitsgemeinschaften, Soziale Dienste, Praktika, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten

Was kann ich der Firma bieten?
Lernbereitschaft, erste Erfahrungen in Praktika, besondere Leistungen in der Schule, besondere Interessen usw.

 

 

 

Abschlusssatz- Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch mit Ihnen.
- Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift
Anlage: Bewerbungsunterlagen

 

Das Anschreiben
Der Text des Anschreibens beginnt kleingeschrieben und besteht aus einem Einleitungssatz und dem Hauptteil. Es gilt: Verfass kein Standardanschreiben! Das Anschreiben muss auf einen bestimmten Ausbildungsplatz abgestimmt sein.

Es sollte nicht länger als eine Seite sein. Es sollte ein einheitlicher Schrifttyp verwendet werden. Üblicherweise ist das Arial (Schriftgröße: 11 Punkt) oder Times New Roman (Schriftgröße: 12 Punkt). Wähle keine kleinere Schriftgröße und auch keine „verschnörkelte“ Schriftart. Das wird für den Leser sonst sehr anstrengend.

Der Text steht im Blocksatz mit Seitenabständen links 25 mm und rechts 20 mm. Zwischen den Absätzen steht eine Leerzeile.

Einleitungssatz

Der Einleitungssatz sollte zwei bis drei Sätze umfassen. Er beinhaltet den Ausbildungsplatz, auf den Du Dich bewirbst. Wiederhole zunächst in gekürzter Form die wesentlichen in der Ausschreibung oder Stellenanzeige genannten Anforderungen.

Anschließend musst Du den persönlichen Bezug zwischen Dir und dem Betrieb herstellen, wie zum Beispiel mit "Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen."

Du kannst auch ein vorangegangenes Telefongespräch oder einen E-Mailkontakt erwähnen. Bring Deine Motivation für genau diesen Ausbildungsplatz zum Ausdruck!

Hauptteil
Im Hauptteil stellst Du Deinen persönlichen Werdegang, Deine Kenntnisse und Fähigkeiten dar.

Mach kurze und aussagekräftige Sätze. Um Wiederholungen zu vermeiden, prüfe bitte nach jedem Satz, ob dieser eine neue Information enthält, welche für den angestrebten Ausbildungsplatz wichtig ist.

Beginn mit Deiner bisherigen Schulausbildung.
Beispiel: "Meine Schulausbildung habe ich im [Monat/Jahr] erfolgreich mit dem Hauptschulabschluss abgeschlossen."

Anschließend listest Du Deine Kenntnisse, Fähigkeiten und außerschulischen Qualifikationen auf, aber nur soweit diese für die angestrebte Ausbildung von Bedeutung sind. Erläutere dabei, warum gerade Du für die angebotene Stelle besonders geeignet bist!

Achte auf die richtige Wortwahl und verwende Aktivverben.
Schreib beispielsweise nicht: " … wurden mir vermittelt.", sondern: " … eignete ich mir an." Schreib nicht: "... konnte ich sammeln.", sondern: "... sammelte ich."

Nach jeweils drei Sätzen beginnst Du einen neuen Absatz und machst eine Leerzeile.

Gehe auf jede der in der Stellenanzeige oder Ausschreibung genannten Anforderung ein. Vermeide dabei Einschränkungen wie „kann ich nicht so gut“ genauso wie Übertreibungen „kann ich supergut“.

Der Hauptteil wird mit einem Abschlusssatz beendet. Über diesen wird das Vorstellungsgespräch in das Anschreiben eingebunden. Eine gängige Formulierung ist zum Beispiel: "Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen."

Grußformel
Nach einer Leerzeile folgt die Grußformel: "Mit freundlichen Grüßen" 

Abschließend unterschreibst Du das Anschreiben und bestätigst damit die Richtigkeit Deiner Angaben.

Anlage
Sämtliche Anlagen (Lebenslauf, Lichtbild, Zeugniss, Praktikumsbeurteilungen) werden aufgezählt.
Die Anlagen werden untereinander aufgelistet.
Die Reihenfolge sollte identisch mit der Reihenfolge in der Bewerbungsmappe sein.

Üblicherweise werden die Anlagen unter der Unterschrift (1 Zeile Platz lassen)angeben.

Checklisten:

 

2. Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist ein entscheidendes Dokument der Bewerbungsmappe, das über den Erfolg der Bewerbungsmappe bestimmt. Fachliche Qualifikationen und Stationen des Bewerbers müssen für den Personalentscheider klar und eindeutig ersichtlich sein.

Als Beispiel für einen überzeugenden Lebenslauf findest Du nachfolgend zwei Mustertexte zum Download sowie eine Checkliste mit Punkten, die Du bei der Erstellung eines aussagekräftigen Lebenslaufes beachten solltest.

Mustertexte zum Download:

 

Kommentar zu den Mustertexten: Der optimale Lebenslauf

Hier erklären wir, warum der Lebenslauf so aussehen sollte wie in den Mustertexten. So kannst Du Dir Deinen eigenen Lebenslauf „basteln“.

Der aussagekräftige Lebenslauf

Keine schriftliche Bewerbung ohne Lebenslauf. Denn Dein zukünftiger Ausbilder will wissen, was Du denn bisher gemacht hast. Aber: Im Lebenslauf sprechen nur die Fakten: Erklären, kommentieren, hinweisen, ausformulieren: Das gehört nicht in den Lebenslauf.

Du kannst, aber musst nicht Datum und Unterschrift handschriftlich hinzufügen. Einzige Vorteile: Es wird ersichtlich, dass der Lebenslauf in der aktuellsten Fassung vorliegt und der Schriftzug macht das Ganze etwas persönlicher.

Unsere Warnung: Wenn Du Daten fälschst und Dir damit den Ausbildungsplatz erschleichst, fliegst Du erstens umgehend raus und machst Dich unter Umständen noch strafbar – ganz egal, ob Du den Lebenslauf unterschrieben hast oder nicht.

Das Dokument wird an oberster Stelle in die Mappe eingeheftet.

Einen Lebenslauf aufbauen heißt, ein Dilemma zu lösen: Jeder Leser will so schnell wie möglich die Profile durchleuchten. Als Bewerber baut man sein Datenblatt deshalb so auf, damit es sich wie von selbst überfliegen lässt. Zugleich versucht man den Leser, der seine Nase nur flüchtig in die Seiten steckt, möglichst lange auf diesen Seiten zu halten. Darum reichert man sein Datenblatt bis zum Rand mit substantiellen Fakten an.

 

 

Auswahl von Formulierungen für die Inhalte eines Lebenslaufes

PERSÖNLICHE DATEN
PERSÖNLICHE ANGABEN
ZUR PERSON

ANGESTREBTE POSITION
ANGESTREBTE TÄTIGKEIT
BERUFLICHE ZIELE
BERUFLICHES ZIEL
ANGESTREBTES PRAKTIKUM
ANGESTREBTE AUSBILDUNG
AUSBILDUNGSZIEL

AUSBILDUNG
AUSBILDUNGSDATEN
SCHULISCHE DATEN
SCHULE & AUSBILDUNG

KURSE UND LEHRGÄNGE
TRAININGS

KENNTNISSE UND FÄHIGKEITEN
BESONDERE KENNTNISSE
BESONDERE STÄRKEN
EDV & SPRACHEN

MITGLIEDSCHAFTEN
EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT
EHRENAMTLICHE TÄTIGKEITEN
MITGLIEDSCHAFTEN UND INTERESSEN

Checklisten:


Ein letzter Tipp: Der richtige Umgang mit Lücken

Grundsätzlich wird jeder Lebenslauf von den Personalverantwortlichen auf Lückenlosigkeit und Gradlinigkeit geprüft. Das heißt, dass ab Deiner Einschulung keine größeren Lücken mehr in Deinem Werdegang auftauchen sollten. Denn in Lücken oder Brüche im Werdegang wird oft Negatives hinein gelesen.

Meist gilt es, Lücken und Brüche offensiv zu verkaufen. Wenn du Deine Schulausbildung unterbrochen oder geändert hast, wenn Du nach dem Schulabschluss arbeitslos warst und keinen Ausbildungsplatz gefunden hast: Etwas hast Du möglicherweise in dieser Zeit getan, was sich gut verkaufen lässt: zum Beispiel Mithilfe bei wohltätigen Organisationen und Vereinen, Kurse und Praktika, Ferienarbeit. Alles zählt!

Grundsätzlich solltest Du Zeiten der Arbeitslosigkeit unter berufliche Tätigkeiten einordnen und kurz den Grund nennen, falls dieser nicht selbstverschuldet war. Spar Dir aber langatmige Erklärungsversuche. Es ist übrigens besser, für Zeiten der Arbeitslosigkeit die Bezeichnung "stellensuchend" oder "arbeitssuchend" zu verwenden. Dieser Begriff klingt etwas positiver und aktiver als das Wort "arbeitslos".

Wenn die Lücke im Lebenslauf durch Schwangerschaft und Mutterschaft begründet ist, solltest Du dies offen sagen. Darum bist du ja nicht weniger qualifiziert, im Gegenteil: Du kannst herausstellen, wie Du in dieser Zeit Deine personalen Eigenschaften entwickelt und welche Soft Skills, wie z.B. Belastbarkeit, Organisationsgeschick und Zeitmanagement Du erworben hast.

3. Die Bewerbungsmappe

Eine Bewerbungsmappe muss nicht dick sein. Wir zeigen Dir, auf welche Elemente Du verzichten kannst und was in der Mappe auf keinen Fall fehlen darf. Außerdem findest Du hier zahlreiche Tipps für eine optimale Gestaltung.

Anhand der beiden Checklisten kannst Du prüfen, ob Deine Unterlagen vollständig sind und alle erforderlichen Kriterien erfüllen.

 

Anforderungen an die Bewerbungsmappe

Zugegeben, mehrmals die gleiche Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zu verschicken und nur die Adresse auf dem Anschreiben zu ändern, spart Zeit – Erfolg wirst Du damit aber nicht haben. Versende bei Zeitmangel lieber weniger Mappen und beschränke Dich auf die folgenden obligatorischen Bestandteile:

Anschreiben
Für jedes Anschreiben (auch Begleitbrief oder Motivationsschreiben genannt) solltest Du Dir die Zeit nehmen, es individuell zu gestalten und auf den gewünschten Ausbildungsplatz zuzuschneiden. Viele Bewerber geben sich offensichtlich wenig Mühe mit diesem wichtigen Bewerbungsteil: Falsch geschriebene Namen, Flüchtigkeitsfehler und lieblose Standardtexte führen dazu, dass der Rest der Bewerbung erst gar nicht gelesen wird. Also unbedingt auf Rechtschreib- und andere Fehler Korrektur lesen lassen.

Lebenslauf
Der Lebenslauf sollte tabellarisch und übersichtlich strukturiert sein. Er kann zum Beispiel nach Stichworten wie in unserem Beispiel gegliedert werden. Auch persönliche Daten, vor allem die Adresse des Bewerbers, dürfen nicht fehlen. Wie das Anschreiben, solltest Du ihn für die jeweils angestrebte Stelle überarbeiten. Meist wird dazu geraten, das Aktuellste an den Anfang zu stellen. Grundsätzlich bleibt es aber Dir überlassen, ob Du den Lebenslauf chronologisch (von Geburt bis heute) oder gegenchronologisch (von heute bis Geburt) aufbaust. Du solltest nur darauf achten, die Zeugnisse in derselben Reihenfolge zu ordnen.

Foto
Auch wenn es nicht ausdrücklich gefordert wird, empfiehlt es sich meist, eine Bewerbung mit Foto einzureichen. Der erste Eindruck zählt: Geh also zum Fotografen und mache ein freundliches Gesicht. Das Bewerbungsfoto sollte aktuell und professionell sein und Dich in angemessener Kleidung zeigen. Das ist offenbar nicht selbstverständlich: Immer wieder landen Ganzkörper-, Urlaubs- oder Familienfotos und qualitativ schlechte Automatenbilder bei Personalverantwortlichen auf dem Schreibtisch.

Zeugnisse und Bescheinigungen
Die beigefügten Zeugnisse und Zertifikate sollen die im Lebenslauf erwähnten Stationen Deines Werdegangs belegen. Vermeide also auch hier Lücken durch fehlende Dokumente. Sollte beispielsweise ein Praktikumszeugnis fehlen, lege ein Blatt mit Angaben über Firma, Tätigkeit, Dauer sowie dem Grund bei, weshalb das Zeugnis fehlt, bei. Sprach- und Computerkenntnisse sind meist ebenfalls gefragt, also kommen auch solche Kursbescheinigungen hinein. Achte, Kopien zu verschicken und nicht die Originale. Kopien müssen nicht beglaubigt werden, sollten aber beste Qualität aufweisen!

Bestandteile einer Bewerbungsmappe
- das Anschreiben (mit Unterschrift und aktuellem Datum)
- die Zeugnisse (und eventuelle Arbeitsproben)
- der Lebenslauf (mit Unterschrift und aktuellem Datum)
- ein Lichtbild

Diese Bestandteile müssen in die Bewerbungsmappe geheftet werden.

Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen
1) das Anschreiben (lose beigelegt!)
2) Lebenslauf mit Lichtbild
3) Zeugnisse (die Zeugnisse werden so einsortiert, dass das aktuellste Zeugnis oben liegt.)
4)  eventuelle Arbeitsproben, Praktikumsbescheinigung, Empfehlungsschreiben

Das Anschreiben wird lose auf die Bewerbungsmappe gelegt und dann in den Briefumschlag gesteckt. Bei aufwendigeren Bewerbungsmappen gibt es sogar ein Klarsichtfenster, in welches man den Brief steckt.

Bevor Du die Mappe in einen Umschlag steckst und versendest, sollten alle Seiten kopiert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass nach Wochen vieles vergessen wird. Du kannst Dir auch eine Übersichtstabelle erstellen, in der Du alle Unternehmen einträgst, bei denen Du Dich beworben hast. Versenden kannst Du Deine Bewerbung auf dem ganz normalen Postweg, nicht als Express oder Einschreiben!

Nach Absenden der Bewerbungsunterlagen kannst Du nach zwei Wochen telefonisch nachfragen. Wurde allerdings in der entsprechenden Stellenanzeige darum gebeten, Rückfragen zu unterlassen, sollte man das respektieren. Nach über einem Monat kann man aber auch in diesen Fällen nachfragen.

Unterschiedliche Arten von Bewerbungsmappen nach Beruf und Ausbildung

Ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz
Anschreiben + Lebenslauf + Kopie des letzten Schuljahreszeugnis + Nachweis über Praktikum ++ zusätzlich je nach Fall und Umständen Empfehlungsschreiben vom Fachlehrer/Trainer/Gruppenleiter ++ Nachweis über musische/soziale/sportliche Aktivitäten ++ Arbeitsproben, Erfolgsnachweise (URL Web Site; Programm, Präsentation auf CD-ROM; Artikel aus Zeitung ...) ++ Nachweis über Ferienjobs, Freizeitjobs ++ Nachweis über außerschulische Bildungsaktivitäten (Sprachkurse im Ausland, Maschinenschreiben bei Volkshochschule ...)

Ich bewerbe mich um ein Praktikum
Anschreiben + Lebenslauf ++ zusätzlich je nach Fall und Umständen Empfehlungsschreiben vom Fachlehrer/Ausbilder/letzten Arbeitgeber ++ Arbeitszeugnis aus Ferien-, Freizeitjobs ++ Arbeitsprobe (aus Schule/Ausbildung, falls medial vermittelbar und falls relevant für das Unternehmen)

Ich bewerbe mich für den direkten Berufseinstieg
Anschreiben + Lebenslauf + Zeugnis Ausbildung + Abschlusszeugnis Schule ++ zusätzlich je nach Fall und Umständen Empfehlungsschreiben Ausbilder/Prof. ++ Empfehlungsschreiben von Praktikumsfirma++ Nachweis über aktives, erfolgreiches musisches/soziales/sportliches Engagement ++ Arbeitsproben, Erfolgsnachweise (URL Web Site; Programm, Präsentation auf CD-ROM; Artikel aus Zeitung ...) ++ Nachweis über zusätzlich erworbene Bildungsinhalte und Kompetenzen

Checklisten:

 

4. Die Initiativbewerbung

Der Erfolg einer Initiativbewerbung lässt sich bereits mit einem originell verfassten Anschreiben deutlich erhöhen. Aus der Bewerbung sollte Dynamik und Leistungsbereitschaft hervorgehen – es muss erkennbar sein, dass Du Dich mit dem Unternehmen eingehend beschäftigt hast.

Der folgende Mustertext gibt ein Beispiel für die Formulierung einer Initiativbewerbung. Eine Checkliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die Du bei der Erstellung einer Initiativbewerbung beachten solltest.

Mustertext zum Download:

Kommentar zu dem Mustertext: Die originelle Initiativbewerbung

Hier erklären wir, warum die Initiativbewerbung so aussehen sollte wie in den Mustertexten. So kannst Du Dir Deine eigene Bewerbung „basteln“.

Tipps zur Initiativbewerbung
Unter einer Initiativbewerbung versteht man eine Bewerbung ohne Bezug auf eine Stellenanzeige.

Du unternimmst den ersten Schritt einer Bewerbung und reagierst nicht einfach auf einen ausgeschriebenen Ausbildungsplatz.

Verwechsle aber die Initiativbewerbung nicht mit einer Blindbewerbung. Initiativbewerbungen setzen die Suche nach Informationen voraus. Es macht keinen Sinn, eine Initiativbewerbung an einen Betrieb zu senden, der gar nicht ausbildet.

Diese Bewerbungsart eignet sich sowohl für kleine als auch für große Unternehmen. Gerade kleine Unternehmen schreiben oft nicht alle Stellen aus. Und bei einem großen Unternehmen demonstrierst Du Engagement.

Doch woher bekommt man die passenden Adressen? Du kannst die Stellenmärkte der Zeitungen und Jobbörsen durchforsten und in Branchenverzeichnissen nachsehen. Oder Du rufst zunächst einmal an und fragst nach.

Hast Du die passenden Adressen gefunden, so besteht die nächste Aufgabe in der Erstellung eines eigenen Profils. Dafür kannst Du die Stellengesuchformulare vieler Internet-Jobbörsen verwenden, oder Du schaust hier unter Azubi-Profile. Achte aber darauf, Dich nicht selbst zu überschätzen.

Tipps für die aussagekräftige Initiativbewerbung
Du hast die Wahl zwischen einer Bewerbungsmappe oder einer Kurzbewerbung. Eine Kurzbewerbung enthält nur das Anschreiben und den tabellarischen Lebenslauf. Empfehlenswert ist es, eine komplette Bewerbungsmappe zu verschicken.

Den Kostenfaktor kannst Du durch eine gute Vorauswahl reduzieren, indem Du in einem Telefongespräch mit dem Unternehmen oder auf einer Berufemesse abklärst, ob ein grundsätzlicher Bedarf besteht.

Das hat außerdem den Vorteil, dass Du Dich beim Anschreiben auf das jeweilige Telefonat oder Gespräch beziehen kannst. Ebenfalls kann man bei dieser Gelegenheit abklären, ob man Unterlagen der Initiativbewerbung persönlich bei der Firma abgeben kann. Ist dies gewünscht, kann sich der Firmeninhaber oder die zuständige Person der Personalleitung einen ersten persönlichen Eindruck über den Bewerber verschaffen.

Hilfreich ist es zudem, wenn Du eine genaue Vorstellung von Deinem angestrebten Arbeitsverhältnis hast. So sind allgemein gehaltene Bewerbungen, aus denen man keinen eindeutigen Ausbildungsberuf ersehen kann, weniger geeignet.

Du solltest in Deinem Bewerbungsanschreiben genau definieren, welche Fähigkeiten und welche Qualifikationen Du vorweisen kannst und wie Du diese bei der Firma einbringen kannst. Möglichst genaue Kenntnisse über die Dienstleistungen der angeschriebenen Firma helfen Dir bei der Formulierung der eigenen beruflichen Kompetenzen.

Ein ebenfalls wichtiges Element für die erfolgreiche Initiativbewerbung ist die Beschreibung der Motivation, weshalb Du genau für diesen Arbeitgeber tätig werden möchtest. Erweckst Du den Eindruck, Dich eher allgemein beworben zu haben, kann dies zu sinkendem Interesse beim potentiellen Arbeitgeber führen. Drückt die Initiativbewerbung jedoch aus, dass Du die angeschriebene Firma durch die eigene Qualifikationen sinnvoll unterstützen kannst, so drückt dies nicht nur eine besondere berufliche Eignung aus, sondern zeigt auch, dass Du Dich eingehend mit dem Arbeitsspektrum der Firma auseinandergesetzt hast.

Es empfiehlt sich zudem, im Bewerbungsschreiben ein Praktikum oder Probearbeiten anzubieten, damit der neue Arbeitgeber sich ein Bild von der praktischen Arbeit des Bewerbers machen kann.

In der Abschlussformulierung Deiner Bewerbung solltest Du anbieten, Dich für einen eventuell freiwerdenden Ausbildungsplatz vorzumerken. Selbst wenn derzeitig kein Bedarf besteht, kann der Personalverantwortliche bei einer überzeugenden Bewerbung zu einem späteren Zeitpunkt auf diese zurückgreifen.

Nach spätestens zwei bis maximal drei Wochen ohne Antwort solltest Du nachfragen, ob die Bewerbung beim richtigen Ansprechpartner angekommen ist, den Bedarf in Erfahrung bringen und das weitere Vorgehen klären.

 

Checklisten:

 

Die Online-Bewerbung

Um die Möglichkeiten der Online-Bewerbung voll ausschöpfen zu können und sich dabei optimal zu präsentieren, gilt es einige Regeln zu beachten.

Die nachfolgende Checkliste sowie die beiden Texte zeigen Dir Anforderungskriterien an Online- bzw. E-Mail-Bewerbungen auf.

1. Die richtige E-Mail-Bewerbung

Eine E-Mail-Bewerbung wird digital per E-Mail verschickt. Wichtig ist, sich vorher genau zu informieren, welche Art der E-Mail-Bewerbung gewünscht ist. Es werden zwei Arten unterschieden:

Das Anschreiben kann entweder in die E-Mail geschrieben werden und als Anlage wird der Lebenslauf mit Bewerbungsfoto und der Bezeichnung „Lebenslauf_Max_Musterman.pdf“ angehängt. Oder das Anschreiben und Lebenslauf werden zu einem Dokument zusammengefügt. Hier werden beide Dokumente als PDF-Dateien abgespeichert und mit Hilfe eines PDF-Converters oder PDF-Blender (den kann man kostenlos im Internet runterladen) zu einem PDF-Dokument zusammengefügt. Die Datei trägt beispielsweise die Bezeichnung "Bewerbung_als_Koch_Max_Mustermann.pdf“. Hier ist auf die Größe der Datei zu achten, sollte die Datei zu groß werden, muss die Qualität der einzelnen Dokumente runtergesetzt werden. Das ist häufig bei mehreren Zeugnissen der Fall.

Im zweiten Fall steht in der E-Mail eine freundliche Anrede, der Anlass der E-Mail und ein Verweis auf die Kurzbewerbung im Anhang und die Grußformel. Hier wird auch empfohlen, eine eigene Signatur mit den vollständigen Kontaktdaten zu gestalten. Schließlich sollte in beiden Varianten angeboten werden, auf Wunsch eine vollständige Bewerbung zuschicken zu können.

Die vollständige E-Mail-Bewerbung
Inhalt und Aufbau einer E-Mail-Bewerbung sind genauso wie bei einer Papierbewerbung. Eine vollständige E-Mail-Bewerbung versenden heißt, dass alle Bewerbungsunterlagen als Anhang am besten in einer Datei versendet werden. Das Anschreiben und der Lebenslauf werden als PDF-Dateien gespeichert. Die Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen und Beurteilungen werden eingescannt und als Bild in ein Word-Dokument eingefügt bzw. auf die nächste Seite im Lebenslauf kopiert und ebenfalls als PDF-Dokument abgespeichert.

Eventuell können die eingescannten Dokumente gleich als PDF-Datei gespeichert werden. Hilfe dazu bietet jeder Copy-Shop oder die örtliche Bibliothek. Die Kopierer in der Schule haben aber auch so eine Funktion. Bei der Gelegenheit kann für das Anschreiben auch die eigene Unterschrift eingescannt werden, die als Bild ins Anschreiben eingefügt wird.

Mit Hilfe eines PDF-Converters oder PDF-Blender (den kann man kostenlos im Internet runterladen) werden dann alle Dokumente zu einem PDF-Dokument zusammengefügt. Die Größe der Datei sollte maximal 2 MB betragen. Die Datei wird beispielsweise so betitelt: “Bewerbung_als_Koch_Max_Mustermann.pdf“. Mit einem Testdruck wird überprüft, ob alle Dokumente gut lesbar sind. Vorab kann die E-Mail-Bewerbung auch an einen Freund oder sich selbst geschickt werden, um zu sehen, ob die Übertragung funktioniert.

In die E-Mail selbst gehören: eine aussagekräftige Betreffzeile "Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Koch“, falls bekannt der Ansprechpartner im Unternehmen, wo oder wie man auf die Stelle aufmerksam geworden ist, ein Verweis auf die vollständigen Bewerbungsunterlagen im Anhang, eine freundliche Grußformel und idealerweise eine eigene Signatur mit den vollständigen Kontaktdaten.

In beiden Fällen sollte eine seriöse E-Mail-Adresse des Bewerbers vorliegen, z.B. max.mustermann@email.de. Hat sich der Arbeitgeber nach zwei bis drei Wochen nicht gemeldet, kann man telefonisch nachfragen. Es empfiehlt sich, eine Bewerbungs-Liste anzulegen auf der Firma, Telefonnummer, Ansprechpartner, für welche Ausbildung man sich beworben hat und wann die Bewerbung verschickt wurde eingetragen wird. Das hilft dabei, den Überblick zu behalten.

2. Bewerbung über firmeneigene Bewerbungsformulare

Immer mehr Firmen bieten ihren Bewerbern die Möglichkeit, sich über das firmeneigene Internetportal online zu bewerben. Folgendes gilt es dabei zu beachten:

Zuerst erfolgen die Registrierung und das Anlegen eines Benutzerkontos. Manchmal bekommt der Bewerber die Zugangsdaten in einer E-Mail zugesendet. Danach loggt sich der Bewerber ein und gelangt zum Online-Bewerbungsformular.

Dort wird alles abgefragt, was in einen Lebenslauf gehört z.B. persönliche Daten, Schulwerdegang oder die beruflichen Erfahrungen. Manche Angaben müssen zwingend ausgefüllt werden, sonst wird die Bewerbung nicht richtig gespeichert.

Zusätzlich kann der eigene Lebenslauf sowie Zeugnisse und das Bewerberbild im PDF-Format hochgeladen werden. Manchmal möchten die Arbeitgeber die beiden letzten Zeugnisse vom Bewerber haben. Die hochgeladenen Dokumente sollten passend zum Inhalt betitelt werden, also der Lebenslauf sollte „Lebenslauf_Max Mustermann.pdf“ heißen, damit auf einen Blick erkennbar ist, was sich im Anhang befindet.

Das Anschreiben oder Motivationsschreiben kann ebenfalls als PDF-Dokument hochgeladen oder in ein Freitextfeld eingetragen werden. Auch hier ist auf die fehlerfreie Rechtschreibung zu achten und falls bekannt, der richtige Ansprechpartner für die Anrede.

Auf manchen Portalen gibt es die sogenannte „3.Seite“, die der Bewerber zusätzlich ausfüllen kann. Hier kann sich der Bewerber kurz und bündig präsentieren und seine Motivation für die Bewerbung hervorheben.

Checklisten:

 

Das Bewerbungsfoto

Wie das Wort „Bewerbung“ schon verrät, machst Du damit Werbung für Dich selbst. Der erste Eindruck entscheidet und dabei spielt das Bewerbungsfoto eine entscheidende Rolle. Ein Bewerbungsfoto ist nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzt zwar keine Pflicht, aber es kann für Dich von Vorteil sein, wenn Du Dich von deiner besten Seite zeigst.

Für ein sehr gutes Bewerbungsfoto musst Du auf jeden Fall zu einem professionellen Fotografen gehen. Verwende keine Bilder aus Fotoautomaten oder gar private Bilder, die Dich in der Freizeit zeigen. Das nimmt Dir die nötige Seriosität und Professionalität und Dein potenzieller Ausbilder denkt, dass Du die Bewerbung nicht ernst nimmst. Ein guter Fotograf nimmt sich Zeit für Dich. Ein professionelles Shooting kann bis zu einer Stunde dauern. Der Fotograf hilft Dir, das Foto auf den Stil Deiner angestrebten Berufsrichtung abzustimmen. Es ist heute auch üblich, dass Du Dein Foto als Ausdruck und in einer digitalen Version (z.B. auf CD-ROM oder auf einem USB-Stick gespeichert) erhältst. Kläre mit dem Fotostudio, wie dort die Nutzungsrechte der Bilder für E-Mail- und Online-Bewerbung geregelt sind (manchmal musst Du dafür zusätzlich etwas zahlen).

Das perfekte Styling

Auf Deinem Bewerbungsfoto ist Dein Kopf und ein Teil des Oberkörpers, üblicherweise eine Schulter, zu sehen.

Wähle Dein Outfit so, dass es zu dem Beruf passt, für den Du dich interessierst. Das bedeutet nicht, dass du einen weißen Kittel tragen sollst, wenn du Arzthelferin werden möchtest, aber ein gepflegtes Hemd bzw. Bluse oder ein gut sitzender Blazer bzw. eine gut sitzende Kostümjacke sind hier Standard. Auch ein Bewerbungsfoto nur in Hemd oder Bluse ist in Ordnung, es sollte aber nicht zu sehr nach Freizeit aussehen.

Du solltest mehrere Outfits zum Fototermin mitbringen. Am besten nimmst Du ein helles und ein dunkles (blau oder braun) Oberteil mit, verzichte jedoch auf grelle Farben oder Schwarz. Der Fotograf hilft Dir mit dem richtigen Hintergrund, Dich perfekt in Szene zu setzen. Mädchen sollten nicht zu viel Schminke auftragen. Meistens gibt es Puder bei Fotograf und kleine Pickel werden nachher am Computer retuschiert. Trotzdem solltest Du mit einer verschnupften Nase lieber zu Hause im Bett bleiben. Für das perfekte Bewerbungsfoto musst Du fit sein und Dich wohl fühlen.

Das erfolgreiche Fotoshooting

„Mach dich locker! Denk an die Unterzeichnung deines Ausbildungsvertrages oder an Dein erstes Lehrlingsgehalt!“ Dein Bild soll den Eindruck vermitteln, dass Du motiviert und leistungsbereit bist. Du meisterst neue Situationen und stellst Dich den Herausforderungen. Dass Du den Ausbildungsplatz unbedingt willst, musst Du über das Bild sagen. Dann hast Du einfach bessere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Nach dem Fotoshooting hast Du nur noch die Qual der Wahl. Ein Profi schießt an die 100 Bilder von Dir und Du musst dich zum Schluss entscheiden. Lass Dir dabei von deinen Eltern oder Freunden helfen.

Die richtige Platzierung

Wenn Du Dein Bild nicht in digitaler Form hast, gehe in einen Copyshop und scanne es dort ein.

Füge das digitale Bild direkt in das Dokument, also den Lebenslauf oder das Deckblatt, ein. Oder Du klebst das Bewerbungsbild ordentlich auf ein Deckblatt. Deinen Namen schreibst Du auf die Rückseite, falls es sich vom Deckblatt löst. Wenn Du kein Deckblatt verwenden möchtest, klebe das Bild in die obere rechte Ecke des Lebenslaufs.

 

Das Vorstellungsgespräch

Du hast einen wichtigen Schritt geschafft: Du bist in der engeren Bewerberauswahl und zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden. Du kannst also davon ausgehen, dass Deine Bewerbung in etwa gefallen hat und Dein Profil zu den gestellten Anforderungen an einen Auszubildenden passt.

Nun will Dein möglicher Ausbildungsbetrieb Dich persönlich kennen lernen. Der erste Eindruck ist hierbei entscheidend. Du willst einen guten Eindruck bei Deinem künftigen Arbeitgeber hinterlassen. Du weißt, dass Du den Beruf in diesem Unternehmen erlernen möchtest. Jetzt musst Du nur noch Deinen Ausbilder oder den Personalleiter von Dir überzeugen.

1. Die Vorbereitung

Damit ein Vorstellungsgespräch positiv verläuft, ist es wichtig, dieses sorgfältig vorzubereiten. Neben angemessener Kleidung, Pünktlichkeit sind das Wissen über das Unternehmen und die richtige Einstellung Grundvoraussetzungen, um im Bewerbungsgespräch erfolgreich zu bestehen.

Der folgende Text gibt Dir wertvolle Tipps für eine umfassende Vorbereitung auf das Interview. Anhand einer Checkliste kannst Du überprüfen, welche Punkte Du dabei beachten musst.

Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch
Sobald Du eine schriftliche Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hast, bestätigst Du den Termin telefonisch. So machst Du einen ersten guten Eindruck und Dein Gesprächspartner kann mit Deinem Namen eine Stimme verbinden.

Falls Du den Termin aus einem besonders wichtigen Grund nicht wahrnehmen kannst, begründe dies am Telefon und vereinbare umgehend einen neuen. Diesen darfst Du aber auf keinen Fall noch einmal verlegen.

In Deinem Telefongespräch kannst Du auch Fragen zum Bewerbungsverfahren stellen. Dies erleichtert Deine Vorbereitung und zeigt Dein Interesse.

Falls dem Schreiben ein Personalfragebogen beiliegt, fülle diesen sorgfältig aus. Wenn Du Fragen hast, rückversichere Dich bei dem Unternehmen. Wenn Du sicher bist, dass der Fragebogen vor Deinem Gesprächstermin ankommt, schicke ihn umgehend los, anderenfalls bringe ihn zum Bewerbungsgespräch mit.

Vorteile verschaffen
Entscheidend für den Erfolg eines Vorstellungsgespräches ist ganz sicher eine möglichst gute Vorbereitung. Das gibt Dir Sicherheit und lässt Dich die Hürde Vorstellungsgespräch elegant nehmen. Dabei solltest Du folgende Punkte beachten.

Sammle so viel Informationen über Deinen zukünftigen Ausbildungsbetrieb wie möglich

Du kannst dafür die unterschiedlichsten Medien nutzen:

  • Du kannst im Internet (z.B. auf der Unternehmens-Website) oder bei der Industrie- und Handelskammer (Handelsregister, Wirtschaftsdatenbank) über Deinen neuen Arbeitgeber recherchieren.
  • Du kannst bei Wirtschaftsverbänden oder in Zeitungs- und Pressearchiven nachfragen.
  • Du kannst die Veröffentlichungen des Unternehmens (Broschüren, Prospekte, Zeitschriften und Geschäftsberichte) nutzen.
  • Du kannst Bekannte fragen oder kennst einen Mitarbeiter im Unternehmen, der Dich über wichtige Produkte, Arbeitszeiten oder das Betriebsklima informiert.

Wichtige Informationen sind zum Beispiel:

  • Wie groß ist das Unternehmen (Umsatz und Mitarbeiter)?
  • Was wird produziert oder angeboten (Produkt- bzw. Dienstleistungspalette)?
  • Was ist momentan in der Branche los?
  • Wie sehen die Rechts- und Organisationsform des Unternehmens aus?
  • Wie ist die Unternehmenskultur/-philosophie beschaffen?
  • Was sind letzte Erfolge und aktuelle Aktivitäten des Unternehmens?

Informiere Dich auch umfassend über den Ausbildungsberuf und das Berufsbild. Du solltest Dir vorher im Klaren sein, was von Dir in der Ausbildung erwartet wird und wie ein typischer Arbeitstag aussieht.

Sorge für ein passendes Outfit

Der erste Eindruck, den Du hinterlässt, ist Dein Aussehen. Dein Outfit muss zu Dir und zum Anlass passen. Dabei gibt es Standards, aber auch genügend Raum für Individualität.

Mit den nachfolgenden Regeln liegst Du in keinem Fall daneben.

Kleidung: Sie muss in jedem Fall sauber und ordentlich sein. Tabu sind Jeans, Lederhosen, groß gemusterte Pullover, schrille Farben, ungebügelte Kleider, eng sitzende T-Shirts mit tiefem Ausschnitt, Miniröcke, nicht geputzte Schuhe mit abgetretenen Absätzen und Stiefel.

Für den Mann bleibt oftmals nur der Anzug in dezenten Farben mit sauberem Hemd und dezenter Krawatte. Bewerberinnen sollten nicht zu viel Haut zeigen. Passend sind oftmals ein Kostüm oder ein Hosenanzug in zurückhaltenden Farben, eine helle Bluse und eine gut sitzende, möglichst hautfarbene Seidenstrumpfhode.

Schuhe: Manche Chefs schauen zuerst auf die Schuhe. Sie sollten daher sauber und ordentlich sein bzw. zum restlichen Outfit passen. Trage keine Turnschuhe.

Schmuck: Verzichte auf auffälligen Schmuck (große Ohrringe, klirrende Armreifen). Auch zu viele Ohrringe und Piercings kommen oft nicht gut an.

Make-Up: Weniger ist hier oft mehr. Mädchen sollten sich dezent schminken und keine aufdringlichen Parfums verwenden, auch auf auffälligen Nagellack und zu lange Fingernägel verzichten. Jungen achten auf gepflegte Haare und eine frische Rasur (kein 3-Tage-Bart).

Bereite jedes Gespräch individuell vor!

Überprüfe Deinen Lebenslauf und Deine Zeugnisse noch einmal auf erklärungsbedürftige Phasen und Schwachstellen und beantworte Dir diese Fragen selbst.

Denk Dir Fragen für das Gespräch aus und schreib sie auf. Achte dabei besonders auf aktuelle Projekte des Betriebes, auf die Du im Gespräch vielleicht eingehen kannst.

Stell die von Dir recherchierten Firmendaten in einer Liste zusammen. Die kannst Du auch mit ins Bewerbungsgespräch nehmen. So zeigst Du, dass Du Dich vorbereitet hast. Außerdem kannst Du leichter Fragen formulieren und so Teile des Gesprächs gestalten.

Fragen an die Firma im Vorstellungsgespräch sind zum Beispiel:

  • Wie viele Auszubildende hat Ihre Firma?
  • Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Azubis gemacht?
  • Welche Erwartungen verbinden Sie mit der Ausbildung eines Lehrlings?
  • Besteht die Möglichkeit sich mit einem Azubi Ihrer Firma zu unterhalten?
  • Wie selbständig lassen Sie Ihre Azubis arbeiten?
  • Wie sieht der Arbeitsalltag eines Auszubildenden Ihres Unternehmens aus?
  • Übernehmen Sie Azubis an Ende der Ausbildung?
  • Wo genau findet meine Ausbildung statt?
  • Wer ist mein verantwortlicher Ausbilder?
  • Wer ist mein Ansprechpartner bei Problemen während der Ausbildung?
  • Wie hoch ist meine Ausbildungsvergütung?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es neben der Ausbildung?
  • Wann entscheiden Sie über die Vergabe dieses Ausbildungsplatzes?

Vergiss nicht Papier und Stift, um Dir die Antworten in Stichpunkten zu notieren!

 

Sei unbedingt pünktlich!

Um möglichen Stress zu vermeiden, recherchiere vorher, wie lange Du zu dem Unternehmen fahren wirst und wie Du dorthin kommst. Es kann sehr hilfreich sein, sich die Örtlichkeiten vorher anzuschauen und sich damit vertraut zu machen. Eine Verspätung macht schon gleich einen schlechten Eindruck: „Wer noch nicht einmal zum Bewerbungsgespräch pünktlich erscheint, wird es auch später nicht schaffen.“ Gehe am Abend vor dem Gespräch zeitig ins Bett.

 

Checklisten:

 

2. Das Gespräch

Um im Vorstellungsgespräch einen positiven Eindruck zu hinterlassen, müssen bestimmte Regeln und Formen beachtet werden. Die persönliche Präsentation entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Die nachfolgenden Texte geben wertvolle Informationen zum Ablauf eines Bewerbungsgespräches und zeigen beispielhaft mögliche Frage- und Antworttechniken auf. Darüber hinaus erhältst Du hilfreiche Tipps zum Umgang mit unzulässigen Fragen.

Der Gesprächsverlauf

Beim persönlichen Gespräch sitzt Du einem, manchmal mehreren Vertreter(n) des Arbeitgebers gegenüber, die Dich kennen lernen, aber auch wohlmeinend auf Herz und Nieren prüfen wollen.

Nimm zum Vorstellungsgespräch ruhig nochmal 2 bis 3 Exemplare Deiner Bewerbung mit, falls einer der Anwesenden keinen Ausdruck hat. Das zeigt: Du bist auf diese Situation vorbereitet.

Bewerbungsgespräche laufen fast immer gleich ab und haben ihre verschiedenen Phasen:

Vor dem Gespräch:

  • Keinen Kaugummi oder Bonbon im Mund haben
  • Keine Zigarette rauchen.
  • Das Handy am besten ausschalten, auch ein Brummen in der Tasche kann stören.
  • Bevor man den Raum betritt, anklopfen und erst eintreten, wenn man dazu aufgefordert wird.
  • Und nicht vergessen: Freundlichkeit, Höflichkeit und Ehrlichkeit sind oberste Prämisse.

Im Gespräch:

  • Begrüßung und warming-up
  • Klärung des Ablaufs, Grundsätzliches zum Gespräch
  • Vorstellung der Gesprächspartner
  • Kurze Vorstellung der Ausbildung und des Unternehmens
  • Bitte um kurze Skizze des Lebenslaufs durch den Arbeitgeber/Personalchef
  • Klärung der gegenseitigen Erwartungen
  • Klärung der Formalitäten (Ausbildungsvergütung, Eintrittsdatum, sonstige Konditionen)
  • Fragen des Bewerbers
  • Nachfragen und Resümee des Gesprächs: („Haben wir etwas Wichtiges vergessen?“ „Wie haben Sie das Gespräch erlebt?“)
  • Eventuell kurze Neuaufnahme des Gesprächs
  • Klärung der weiteren Vorgehensweise und
  • Verabschiedung


Typische Fragen im Gespräch und was sie bedeuten:

Schildern Sie mir doch kurz, was Sie bisher gemacht haben.
Erzählen Sie uns etwas über sich!
Mit dieser Frage möchte sich Dein Gesprächspartner ein erstes Bild von Dir machen. Er möchte erfahren, ob Du Deinen Lebenslauf kurz, verständlich und interessant darstellen kannst.
Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?Dein Gegenüber möchte wissen, ob Du Dich gut vorbereitet hast und über den Betrieb genauestens informiert bist.
Wieso haben Sie sich gerade für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
Welche Fähigkeiten bringen Sie dafür mit?
Diese Frage prüft, ob Du Dich auch wirklich über das Berufsbild informiert hast. Außerdem will der Personalverantwortliche wissen, ob Du Deine Fähigkeiten einschätzen und darstellen kannst.
Warum haben Sie sich für dieses Unternehmen entschieden?Dem Chef oder Personalchef ist es hier wichtig zu sehen, dass Du in der Lage bist, Dich mit dem Unternehmen und seinen Leistungen zu identifizieren.
Nennen Sie mir zwei Ihrer Stärken und zwei Schwächen.Dein Interviewer testet mit dieser Frage, ob Du Dich selbst gut kennst. Vor allem aber sieht er damit, ob Du Dich aus der Ruhe bringen lässt oder gelassen und sicher reagierst. Bei Schwächen solltest Du möglichst solche benennen, die eigentlich ein Vorteil sind („Ich bin manchmal zu ehrgeizig und will Vieles zu schnell.“) oder sich leicht abbauen lassen („Ich würde gerne besser Englisch sprechen oder Fußball spielen können.“).
Wie würden ihre Freunde oder ihre Familie Sie beschreiben?Auch hier will man prüfen, ob Du Dich selbst einschätzen kannst und selbstkritisch bist. Neben Stärken solltest Du auch ein paar Schwächen aufzählen.
Warum sollten wir uns ausgerechnet für Sie entscheiden?Mit dieser Frage möchte dein Gesprächspartner wissen, was Dich als potentiellen Auszubildenden ausmacht und wie Du Dich von den anderen Bewerbern und Bewerberinnen abhebst. Hier solltest Du Deine Motivation hervorheben und diese mit schulischen Leistungen und Praktika usw. belegen. Du solltest Dich jedoch nicht mit anderen Bewerbern oder Bewerberinnen vergleichen, da Du sie nicht kennst.
Welche Hobbys haben Sie?
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Die Antwort auf diese Frage zeigt, welche Deiner Aktivitäten und Interessen mit Deinem Berufswunsch in Zusammenhang stehen könnten. Und sie zeigt, ob Du einen Ausgleich zu Deiner Arbeit hast.
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule am besten gefallen?Dein Gesprächspartner möchte herausfinden, ob es bereits in der Schule Neigungen und Interessen gab, die mit Deinem Berufswunsch in Verbindung stehen.
Wie stellen Sie sich Ihre weitere berufliche Entwicklung vor?Der Arbeitgeber will wissen, ob er auch nach der Ausbildung mit deinem Einsatz rechnen kann. Außerdem zeigt ihm Deine Antwort, ob Du Dich mit den Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf und im Unternehmen befasst hast.

Außerdem gibt es einige allgemeine Regeln für kommunikatives Verhalten. Kein Mensch beachtet sie immerzu und unter allen Umständen. In einem Bewerbungsgespräch solltest Du es tun. Die Atmosphäre während des Bewerbungsgesprächs ist nämlich für Deinen Erfolg entscheidender als Du denkst, denn diese wird sehr durch gegenseitige Sympathie bestimmt. Dein Ziel muss es sein, Sympathie zu gewinnen. Deine Kompetenzen und Qualifikationen werden Dir dann wie selbstverständlich gutgeschrieben. Darum:

  • Sei freundlich, ohne überschwänglich zu wirken.
  • Gib allen Anwesenden am Beginn und Ende des Gesprächs die Hand, aber warte, bis Dir der Gesprächsführer die Hand entgegenstreckt.
  • Blicke dem Gesprächspartner offen in die Augen, ohne zu starren.
  • Lächle und höre aufmerksam zu, wenn Dir Fragen gestellt werden.
  • Mach Dir Notizen zu neuen Fragen und Informationen, hake während der Unternehmensvorstellung beantwortete Fragen ab.
  • Versuche entspannt zu sitzen, ohne die Beine übereinander zu schlagen. Setz dabei beide Fußsohlen fest auf den Boden.
  • Wird ein Getränk angeboten, empfiehlt sich stilles Wasser. Das Angebot sollte auf jeden Fall angenommen werden. Das Trinken kann später auch als Sprechpause zum Nachdenken benutzt werden.
  • Versuche nicht zu beweisen, wie toll Du selbst Gespräche steuern und dominieren kannst.
  • Vermeide es, Fragen mit Gegenfragen zu parieren.
  • Antworte möglichst kurz und präzise, aber höflich auf Fragen. Beschränke Dich auf das Wesentliche.
  • Gehe nicht hinaus, ohne das Vorstellungsgespräch zu beurteilen. Sage dem Gesprächsführer, dass Du das Gespräch gut fandest und Dich die Ausbildung sehr reizt.

3. Zulässige und unzulässige Fragen und gute Antworten

Jedes Vorstellungsgespräch findet unter ziemlich klar definierten Rahmenbedingungen mit relativ vorhersehbaren Inhalten statt. Das macht es relativ einfach, sich auf die Gesprächssituation einzustellen. Viele Fragen sind Standard in Bewerbungsgesprächen. Also kannst Du Dich auch auf diese Fragen vorbereiten:

  • Spiele verschiedene Frage-Antwort-Muster durch.
  • Sammle und erprobe Pro-Argumente, gerade auch für Deine schwächeren Seiten wie z. B. eine schlechte Note auf dem Zeugnis oder ein wiederholtes Schuljahr.
  • Übe mit einem Freund oder Vertrauten, wie Deine Argumente ankommen.

Glaub nicht, dass Du durch diese Übung Deine Spontaneität verlierst. Ganz im Gegenteil: Du gewinnst an Sicherheit, Wendigkeit und Improvisationsvermögen. Dann kommst Du mit allen Fragen zurecht, auch mit den Unvorhergesehenen. Und die wird es immer geben.

Häufige Fragen im Bewerbungsgespräch, auf die Du Dich vorbereiten kannst, sind beispielsweise:

Warum haben Sie sich gerade bei unserem Unternehmen beworben?

Schlechte Antwort: „Ich stieß zufällig auf die Stellenanzeige.“

Gute Antwort: „Ich habe mich ausführlich über interessante Arbeitgeber und ihre Berufsfelder informiert. Die Ausbildung in ihrem Unternehmen interessiert mich sehr, weil ich schon einige Erfahrungen in diesem Beschäftigungsfeld sammeln konnte und mir das sehr viel Spaß gemacht hat. Und ich habe von einem Bekannten, der hier ein Praktikum gemacht hat, sehr viel Positives über das Betriebsklima gehört. Das ist mir wichtig.“

Warum haben Sie sich gerade für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Schlechte Antwort: „Meine Mutter hat gesagt ich soll mich hier bewerben.“ 

Gute Antwort:
„ Ich habe in der Schule gemerkt, dass ich mich für …. interessiere und will später auch in diesem Bereich arbeiten.“

Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?

Schlechte Antwort:
„Das weiß ich nicht.“

Gute Antwort: „Dann habe ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und die ersten Fortschritte in der beruflichen Laufbahn gemacht. Ich möchte in jedem Fall gern
- meine Kenntnisse in diesem Bereich erweitern.
- mich zum ….. weiterbilden und den Abschluss als …. machen.
- einen Auslandsaufenthalt absolviert haben, um mich auf größere Verantwortungsbereiche als …. vorzubereiten.
(Alternative Antworten)

Was würden Freunde, Familie oder Lehrer als Ihre beste Eigenschaft beschreiben?

Schlechte Antwort: „Ich höre nicht darauf, was andere über mich sagen?“

Gute Antwort: „Sie würden mich als engagierten und motivierten Menschen beschreiben, der belastbar ist, der zupackt, der aber auch für jeden Spaß zu haben ist. Meine Freunde würden sagen, dass ich immer ein offenes Ohr für die Belange anderer habe.“

Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden?

Schlechte Antwort: „Ich bin der Beste, den Sie kriegen können.“

Gute Antwort: „Weil meine bisherige schulische und außerschulische Entwicklung mich darauf vorbereitet hat, die Aufgaben auf diesem Ausbildungsplatz gut zu erfüllen. Ich verfüge über Kenntnisse in …. und
- habe bereits entsprechenden Praktika absolviert 

- habe diese Kenntnisse auch in Schulprojekten bewiesen.
- habe schon in den Ferien bei …. mitgearbeitet.
(Alternative Antworten)

Welches konkrete Arbeitsumfeld benötigen Sie?

Schlechte Antwort: „Ich bin sehr lärmempfindlich. Ich will ganz in Ruhe meine Aufgaben bearbeiten und brauche deshalb einen Büroraum für mich.“

Gute Antwort: „Ich möchte viel Austausch mit erfahrenen Kollegen haben. Darum freue mich, dass bei Ihnen jeder Lehrling einen Paten bekommt, der ihm bei Fragen und Problemen hilft.“

Wann ist Teamarbeit für Sie effizient?

Schlechte Antwort: „Sehr selten. Eigentlich wird in Teams viel zu viel mit viel zu wenig Ergebnis geredet.“

Gute Antwort: „Unter Teamarbeit verstehe ich, dass jeder seine spezielle Kompetenz einbringt, um gemeinsam eine berufliche Aufgabe zu lösen. Teamarbeit ist für mich dann effizient, wenn Meetings gut vorbereitet werden, der Ablauf strukturiert ist und das Ziel nicht aus den Augen verloren wird.

Wie gehen Sie mit Konfliktsituationen um?

Schlechte Antwort: „Ich gehe ihnen aus dem Weg.“

Gute Antwort: „Ich versuche, sie zu lösen. Wenn ich nicht an dem Konflikt aktiv beteiligt bin, biete ich mich als Mittler an. Der erste Schritt ist für mich immer das Gespräch mit allen Beteiligten.

Wenn ich eine der Konfliktparteien bin, forsche ich zuerst nach den Ursachen – auch selbstkritisch bei mir. Vielleicht gibt es ein sachliches Problem, vielleicht sind es persönliche Spannungen. In jedem Fall versuche ich, eine Lösung zu finden, die für alle akzeptabel ist.“


Was war Ihr bisher größter Misserfolg und wie sind Sie damit umgegangen?

Schlechte Antwort: „Die Ablehnung meiner Bewerbung bei Firma xy. Sie war völlig unberechtigt, auch wenn es dem Unternehmen damals nicht so gut ging. “

Gute Antwort: „Wichtig ist, dass man wieder aufsteht, wenn man einmal hingefallen ist. Jeder muss einmal eine Niederlage verarbeiten. Ich messe Menschen daran, wie sie diese bewältigt haben.“ (Einen konkreten Misserfolg nennst Du erst auf nochmalige Nachfrage).


Warum wollen Sie diesen Beruf erlernen?

Schlechte Antwort: „Ehrlich gesagt hatte ich keine konkrete Vorstellung. Bei der Berufsberatung haben sie gesagt, dass hier noch Ausbildungsplätze frei sind.“

Gute Antwort: „Ich habe mich schon bei einem Schulpraktikum für …. interessiert. Da habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit einfach Spass macht und mir dieser Beruf auch viele Perspektiven bietet. 

 

Warum haben Sie …. studiert?

Schlechte Antwort: „Meine Eltern haben mir dazu geraten, weil mein Onkel auch schon dieses Fach gewählt hatte.“

Gute Antwort: „Nach dem Abitur habe ich mich beraten lassen. Der Beruf als …. bietet gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Meine Praktika haben mich in meiner Studienwahl bestätigt.“

Wie reagieren Sie auf Autoritäten?

Schlechte Antwort: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Nur wer sich unterordnet, kann später auch mal irgendwann Chef werden.“

Gute Antwort: „Ich akzeptiere Autorität, die auf Leistung beruht. Von diesen Leistungen kann ich sicherlich etwas lernen. Autoritäres Verhalten buche ich unter persönliche Eigenheiten ab. Menschen sind nun einmal unterschiedlich.“

 

Auch wenn ein offenes und ehrliches Vorgehen im Bewerbungsgespräch natürlich immer das Beste ist, gibt es auch Dinge, die den Arbeitgeber nichts angehen. Die Antwort auf diesbezügliche Fragen darf auch eine Lüge sein. Es hilft Dir auch nicht, die Antwort auf die Frage zu verweigern, da sich Dein potenzieller Arbeitgeber dann das seine denkt.

Grundsätzlich sind all jene Fragen unzulässig, die nicht "arbeitsbezogen" sind also mit dem zu besetzenden Ausbildungsplatz in keinem direkten Zusammenhang stehen. Dazu gehören folgende Fragen:

  • Sind Sie Gewerkschaftsmitglied?
  • Sind Sie Mitglied in einer politischen Partei? (Ausnahme: Du bewirbst Dich bei einem parteinahen Unternehmen oder einer Parteiorganisation.)
  • Welcher Sekte oder Religionsgemeinschaft gehören Sie an? (Ausnahme: Du bewirbst Dich bei einem so genannten Tendenzbetrieb wie z.B. einem konfessionellen Arbeitgeber.)
  • Sind Sie vorbestraft? (Ausnahme: Vertrauensstellung oder Erfordernis der zu besetzenden Arbeitsstelle)
  • Wollen Sie in absehbarer Zeit heiraten?
  • Sind Sie schwanger?
  • Möchten Sie bald Kinder haben?
  • Sind Sie gesund? (Aber: Fragen nach Erkrankungen, die Deine Arbeitsleistung beeinträchtigen oder verhindern, musst Du wahrheitsgemäß beantworten.)
  • Bekleiden Sie ein Öffentliches Amt oder ein Ehrenamt? (Aber: Das darfst Du natürlich selbstständig angeben.)
  • Wie sehen denn Ihre Vermögensverhältnisse aus?

Reagiere auf keinen Fall beleidigt oder gar belehrend, wenn Dir eine unerlaubte Frage gestellt wird – vielleicht vermutest Du zu Unrecht Böses und Du manövrierst Dich nur selbst in eine unangenehme Situation.

Selbst wenn der Arbeitgeber nicht alles fragen darf, halten sich in der Realität nur die wenigsten Personalleiter daran. Darum informiere Dich, welche Fragen Du beantworten musst und welche nicht. Im Zweifel kann man fast immer freundlich antworten, wenn man darauf vorbereitet ist und sich von vornherein bestimmte Antworten überlegt hat.

4. Die Nachbereitung

Nach einem Vorstellungsgespräch folgt eine sorgfältige Nachbereitung des Interviews, um die Gesprächssituation im Nachhinein noch einmal zu analysieren. Dies ermöglicht dem Bewerber eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und sich so für das nächste Bewerbungsgespräch besser vorzubereiten.

Anhand des folgenden Textes wird ausführlich erläutert, auf welche Einzelheiten bei einer fundierten Nachbereitung eines Gesprächs zu achten ist, eine Checkliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Nachbereitung des Gesprächs
Nach dem Interview ist vor dem Interview - meistens ist das erste Vorstellungsgespräch nicht schon das letzte. Weitere werden folgen, ob im selben Unternehmen oder bei einem anderen. Und wer schon mal auf Bewerbungstournee war, weiß, wie man am besten für Vorstellungsgespräche trainiert: indem man möglichst viele absolviert.

Damit man aber auch den gewünschten Trainingseffekt erzielt, ist es wichtig, sich Rechenschaft über den Erfolg bzw. Misserfolg jedes Interviews abzulegen, an dem man teilgenommen hat. Wobei es schon ein Erfolg sein kann, wenn man das Gefühl hat, gut angekommen zu sein - auch wenn schließlich jemand anders die Stelle gekriegt hat.

Mit Rechenschaft ist gemeint, dass man sich möglichst schnell nach dem Interview und dann in Ruhe zu Hause mit dem Gespräch auseinandersetzen sollte. Sofort danach ist wichtig, weil man dann am besten spontane Eindrücke und Details festhalten kann, die bei einem eventuellen Gespräch später vielleicht wichtig sein können. Die eigenen Eindrücke werden sorgfältig mit den eigenen Erwartungen verglichen, indem man das Gespräch detailliert Revue passieren lässt.

Nachfassen
Je nach Vereinbarung ist es durchaus erlaubt oder sogar angebracht, nach einer angemessenen Frist den Stand der Dinge zu erfragen. Wichtig ist natürlich, dass man sich nicht vor dem Abschluss des Bewerbungsverfahrens erkundigt. Der Termin lässt sich aber meist schon im Vorstellungsgespräch klären. Erhält man gleich einen Absagebrief, lohnt das Nachfragen ebenfalls.

Die Fragen sind unterteilt in allgemeine Fragen und solche, die man sich stellen sollte, wenn weitere Gespräche in einem Unternehmen anstehen. Zu den einzelnen Fragen sind die Parameter genannt, die man für die Beantwortung heranziehen kann.

 

Checklisten

Selbst-Tests

1. Bewerbungstests

Die nachfolgenden Selbst-Tests geben Dir Aufschluss über Deine Kompetenzen als Bewerber und verraten Dir, wie Du Deine Bewerbungsstrategie optimieren kannst. Dabei haben wir uns überwiegend Situationen und Fragen ausgedacht, die im Verlauf einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz auftreten können. Einige Fragen hingegen verlangen etwas Phantasie von Dir. Denn da musst Du Dir vorstellen, was im weiteren Berufs- und Privatleben auf Dich zukommen könnte.

2. Leistungs- und IQ-Tests

Anhand dieser Leistungstests kannst Du Dein mathematisches und logisches Denkvermögen prüfen und dabei gleichzeitig trainieren. Der Einsatz eines Taschenrechners ist erlaubt.

Bald verfügbar
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